Vortrag: Forschungsinformationsmanagement in der Praxis
Informationen zum Vortrag
Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen sich in zunehmendem Maße dem Wettbewerb um Forschungsressourcen, Exzellenz und Talente stellen. Drittmittelanträge, Berichte an Forschungsfinanziers oder nationale Forschungsevaluierungen wie z.B. die Exzellenzinitiative erfordern die präzise Darstellung und Auswertung aller Forschungsaktivitäten und deren Ergebnisse. Häufig erfolgt die Sammlung und Analyse dieser Informationen jedoch nur fallweise und manuell. Dies führt zu hohen, wiederkehrenden Kosten und einer schlechten Datenqualität, welche fehlerhafte und unvollständige Auswertungen zur Folge hat.
Vor diesem Hintergrund implementieren immer mehr Hochschulen Forschungsinformationssysteme, in denen sie alle Informationen zu ihren Projekten, Publikationen, Verträgen und weiteren wissenschaftlichen Aktivitäten systematisch und kontinuierlich erfassen, vervollständigen und auswerten können. Ein solches System erlaubt ihnen, die im Wettbewerb um Fördermittel, Talente und Kooperationspartner relevanten Fragestellungen wie „Welche Projekte und Publikationen haben wir, und zusammen mit wem?“, „In welchen Forschungsbereichen liegen unsere Stärken?“ oder „Welche unserer Wissenschaftler sind weltweit führend in einem gewissen Forschungsbereich?“ tagesaktuell und ausgehend von einer qualitätsgesicherten Datenbasis zu beantworten.
Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Lösungen zur Sammlung, Validierung und Nutzung von Forschungsinformationen in Forschungsinformationssystemen und stellt Beispiele vor.
Referent: Jan C. Maier
Informationen zur Person
Jan
C. Maier studierte Wirtschaftsingenieurswissenschaften an der
Universität Karlsruhe (TH). Seit mehr als 15 Jahren arbeitet er in
verschiedenen europäischen Ländern als Berater und leitet Projekte in
den Bereichen Forschungs- und Innovationsmanagement. Seit 2004 ist er
Vorstand der AVEDAS AG, einer europäischen Software- und Beratungsfirma
mit Sitzen in Karlsruhe und Stockholm. AVEDAS hat mit CONVERIS ein
Standard-Forschungsinformationssystem entwickelt, mit dem Hochschulen
und Forschungorganisationen auf allen Ebenen Informationen zu ihren
Forschungsaktivitäten und -ergebnissen pflegen und auswerten sowie für
Förderanträge, Forschungsevaluierungen und andere Zwecke nutzen können.